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Wir waren dabei

Vereine aus unserem Einzugsgebiet beim großen Festumzug in Mainz mit von der Partie

Rheinhessenumzug - Wagen des CVE
Ein Blick vom Komiteewagen der Nackenheimer Entenbrüder auf die bestens gefüllte Ludwigstraße

MAINZ – Ein Hauch von Rio lag in der Luft. Bei strahlendem Sonnenschein und herrlichen 25 Grad startete am Sonntag, den 8. Mai, der erste und vermutlich auch letzte Rheinhessen-Muttertags-Rosensonntagsumzug. Und niemand stellte in diesem Augenblick die lange kontrovers diskutierte Entscheidung in Frage, den wegen Sturms ausgefallenen Rosenmontagsumzug nachzuholen. Zu fantastisch war die allgemeine Stimmung, zu feierwillig alle Beteiligten.

Unter den bestens aufgelegten Teilnehmern waren auch zahlreiche Aktive der Albansbrüder aus Bodenheim, des Bodenheimer Carneval-Vereins und der Entenbrüder aus Nackenheim. Natürlich hatten sie auch alle ihre Fans mitgebracht, wie die zahlreichen Begrüßungsküsschen und –rufe schon am Aufstellungsplatz, später aber auch während des gesamten Zuges, belegten.

Als sich dann gegen 15 Uhr die ersten von knapp über 2000 Teilnehmern auf die etwa dreieinhalb Kilometer lange Zugstrecke begaben, war es fast wie ein Stück Rosenmontag – und doch irgendwie anders. Nicht nur, dass die berühmte Zugente, der traditionelle Schlusspunkt des Mainzer Rosenmontagszuges, den närrischen Lindwurm diesmal anführte, auch die geschätzten 180 - 200 000 feiernden Zuschauern am Straßenrand gaben ein etwas ungewohntes Bild ab. Nur die wenigsten waren wirklich verkleidet, doch durch das farbenfrohe, sommerliche Outfit der Besucher ergab sich ein wunderbares, buntes Treiben. Zwar verkleidet, aber meist eher außergewöhnlich, waren die aktiven Teilnehmer des Umzugs. Dem ausgegebenen Rheinhessen-Motto entsprechend, fanden sich bei den Fußgruppen und auf den Wagen schwerpunktmäßig historische Kostüme oder Kostüme rund um das Thema Wein. Vor allem aber die vielen Showtanzgruppen konnten endlich einmal ihre farbenprächtigen Kostüme aus der Kampagne ohne die Gefahr einer drohenden Lungenentzündung auch auf der „Gass“ präsentieren.

Etwas unschlüssig waren sich viele Teilnehmer übrigens beim Thema Narrenruf: Darf oder sollte man mit einem dreifach kräftigen „Helau“ grüßen? Und wenn nicht, was wäre die Alternative? Einige Komitee-Mitglieder des Carneval-Vereins Entenbrüder probierten es anfänglich mit einem donnernden „Muddertag“, mussten aber schnell erkennen, dass der Ruf der Straße auch an diesem Tag nicht zu bezwingen war. Und so ging es unter den bewährten Helau-Rufen über die Große Bleiche bis zum Münsterplatz, von dort über die Schillerstraße zum Fastnachtsbrunnen und schließlich über die Ludwigstraße bis zum Höfchen. So blieb auch genug Zeit und Gelegenheit, die Mengen – oder sollte man besser sagen die Unmengen – an Wurfmaterial unters Volk zu bringen, die von Rosenmontag übrig geblieben waren. Nach mehreren Stunden in der prallen Sonne war zwar aus dem einen oder anderen Schokoriegel eher ein Schoko-Trunk geworden – dies tat dem riesigen Spaß auf und an der Straße jedoch keinen Abbruch. Und das Fazit der aktiven Beteiligten nach einem langen und im wahrsten Sinne heißen Tag? „Eine ganz tolle und gelungene Veranstaltung, alles so locker und gelöst. Überragend vor allem die riesige Zuschauerresonanz“, so Rainer Dietz, Präsident des Bodenheimer Carneval-Vereins , stellvertretend für alle anderen. Gemeinsam ließ man diesen tollen Tag dann bei der großen Abschluss-Party auf dem Domplatz ausklingen. Fortsetzung folgt?

Text: Michael Türk
Foto: privat