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Wenn die Ulker Fastnacht feiern

Narrenspektakel der Superlative im Ried

Die Maledos mit Spitzengesang
Die Maledos mit Spitzengesang
Bernhard Knab gibt Denkanstöße
Bernhard Knab gibt Denkanstöße
SAV Akrtobatik
SAV Akrtobatik
Klinik-Athleten bauen auf
Klinik-Athleten bauen auf
Jürgen Wiesmann im Urlaub
Jürgen Wiesmann im Urlaub
Gunther Raupach brennt
Gunther Raupach brennt
Petra Giesel "Hiltrudet"
Petra Giesel "Hiltrudet"
Fit-4-Dance im Publikum
Fit-4-Dance im Publikum
Eskorte auf der Bühne
Eskorte auf der Bühne

LAUBENHEIM - Volles Haus bei den Ulkern im Laubenheimer Ried. Ein hoher Zustrom verschiedenster Mainzer Fastnachtsvereine zierte die Bühne als Eskorte beim Einmarsch des Komitees. Ein stattliches Bild Mainzer Kultur und Inbegriff der Narrenseele. In Uniform und froher Laune die 5. Jahreszeit genießen, gehört zur Fastnacht wie die Ulker nach Laubenheim. Auch die Mainzer Nationalhymnen, von "Meenz bleibt Meenz" bis "In Mainz, am schönen Rhein", wurden mit Begeisterung eingestimmt und der Refrain erschallte dutzende Male im Saal.

Zum ersten Mal führte Uwe Merz als Sitzungspräsident durch das Programm. Eine Aufgabe, die er mit Leichtigkeit erfüllte. Julia Döhring entsprang einer Rappelkiste und heizte die Stimmung singend weiter an. Bernhard Knab als Deutscher Michel, sprach mit spitzer Zunge über die Missstände in Politik und Wirtschaft. Ein wortgewandter, graziler Spagat zwischen Hohn und Spott, dennoch wahrheitsgetreu und stilgewohnt, entlockte er dem Publikum wiederkehrenden Applaus. Die Mombacher "Maledos" sangen sich in die Herzen der Narren mit starken Texten, eingefügt in bekannte Kinderlieder und Gassenhauer. Die Ulker konnten eine hervorragende Mannschaft von Rednern verpflichten, die eine brilliante Mischung aus der klassisch gereimten Büttenrede und der Prosa-Darbietung ergaben. Das Publikum quittierte die Leistung wiederholt mit "Standing Ovations". Urlaubsmuffel Jürgen Wiesmann verlangte sich und der Narrenschar alles ab. Als Ehemann, Vater von Ernst-Rüdiger und hauptberuflicher "Motzki" trug er sein Leid humorvoll in den Saal. Petra Giesel peitschte die Stimmung als "Hiltrud" in selten vorkommende Höhen. Das hessische, komödiantische Ausnahmetalent besang Bad Orb mit der Leidenschaft einer echten Närrin. Hiltrud kam so gut an, dass sie sogar nach ihrem Auftritt "live" freigelegte Unterarme mittels Faserschreiber mit ihrem Namen tätowierte. Die "Crew" der Ulker war im Dauereinsatz. Die Damen rund um Saaloganisatorin Andrea Münch kümmerten sich um alle anfallenden Belange. Sie filetierten in regelmäßigen Abständen den Saal und entfernten überflüssige Stühle, damit sich das Publikum ausbreiten konnte. Auf den Stühlen tanzen braucht Platz. Gunther Raupach philosophierte über seine "Brenner-Phobie" und bescherte den Narren wiederkehrende Lachsalven. Der "Taunus-Män" beschrieb, was "Mann" bei Eiseskälte besser nicht tun sollte mit den Worten: " Ei, Ei, Ei, das ist fatal, nacktes Fleisch auf kaltem Stahl."

Zwischen den Vorträgen brannten die angereisten Showtanz-Gruppen ein wahres Feuerwerk an mitreißenden Choreografien ab. Die Mainzer Klinik-Athleten übten sich im Pyramiden bauen bis unter die Hallendecke, der SAV zeigte tollkühne Akrobatik-Elemente und das "Fit-4-Dance-Ballett" heizte den Närrinnen und Narrhalesen mit kraftvollen Rhythmen ein. Die Hofsänger baten zur Halbzeitpause, die Tugendbolde sangen im Finale. Das fabelhaft gestaltete Programm der Ulker wurde zudem unterstützt von einzigartigen Künstlern, dem Protokoller Kevin Raupach, Ausscheller Kai-Uwe Ludwig, Nachtwächter Adi Guckelsberger, Mainzelbahn-Hostess Sabine Pelz, HeDieMeenzer, die Rhoirevoluzzer sowie Obermessdiener Andreas Schmitt, dem die Bütte langsam zu klein erschien. Die Ulker konnten ein Programm auf die Beine stellen, das nichts zu wünschen übrig ließ. Tränen der Freude gab es während der Sitzung und Wehmut beim Abschied, denn nahe der Perfektion zu unterhalten, bleibt lange unvergessen.

Text und Fotos: Thorsten Söchtig