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Vierfarbbuntes Karussell der guten Laune

Bunte Fremdensitzung der Gau-Bischemer fidelen Brüder

Patric Müller und Simone Körner rocken
Patric Müller und Simone Körner rocken
Dinner for One Parodie Josten/Kröhler
Dinner for One Parodie Josten/Kröhler
Damenballett "Indianer" Tanz
Damenballett "Indianer" Tanz
Deutscher Michel Bernhard Knab
Deutscher Michel Bernhard Knab
Die ESTRELLAS
Die ESTRELLAS
Männerballett - Die Wikinger
Männerballett - Die Wikinger
"Worscht Bassders" im Finale
"Worscht Bassders" im Finale
Bau-Boom
Bau-Boom
Gardeballett
Gardeballett

Von Thorsten Söchtig

GAU-BISCHOFSHEIM - Würde sich Patric Müller, seines Zeichens Ortsbürgermeister und Sitzungspräsident der fidelen Brüder, der Herausforderung stellen und zusammen mit Gesangs-Unikat und Schlagerkönigin von "Bischem" Simone Körner ins Duett begeben? Er tat es und rockte lässig, locker, mit schwarzer Sonnenbrille und breitem Lächeln, gleich der Grinsekatze aus Alice im Wunderland, die Bühne. Stehende Ovationen und stimmgewaltige Begleitung der Narrenschar im Saal begleiteten die schwungvolle Darbietung aus geschmeidigem Tanz und Gesang. Traditionell begann die Sitzung mit dem Einzug des Komitees und einem kleinen Jahresrückblick durch Patric Müller. Anschließend klatschte sich das närrische Volk beim Tanz des Gardeballetts ein. Bea Lerch, Chefin des Protokolls, vollführte sicher den Spagat zwischen Lob und Kritik in Bezug auf vergangene Ereignisse in "Bischem" und Umgebung. Dagmar und Thomas Diehl begaben sich als "Silberpaar" mit bissigen Ansichten ins Zwiegespräch, denn der Alltags-Hamster lief nach 25 gemeinsamen Ehejahren nicht immer optimal im Rad. Als sich Michael Josten und Daniel Kröhler auf die Bühne begaben, hielt es kaum mehr einen Narren auf dem Stuhl, denn die dargebrachte Parodie der endlosen "Dinner for One"-Saga konnte sich zweifelsohne mit dem Original messen. Schauspielerisch brillierte Butler Johann im Rampenlicht und war erneut seiner Lady in allen Belangen zu Diensten. Lady-TÜV Experte Marian Butscher zeigte sich als scharf geschliffener Jungreporter. Sein Talent steckt in den Genen und sein Name ist ein sicherer Hinweis darauf, dass ein "Könner" auf der Bühne steht. Den Kinderschuhen entwachsen, frei sprechend, ohne Bütt und Textmappe, durfte der "Butsch" das erste mal ein alkoholisches Kaltgetränk als Ehrung entgegennehmen. Der "Deutsche Michel" Bernhard Knab, der seit 40 Jahren auf der Bühne wirkt, bewegte sich bodenständig in einer eigenen Klasse. Offen und ehrlich sprach er Missstände in Politik, Wirtschaft und Kultur an und hielt den Spiegel eisern hoch, obwohl viele Augenpaare in der Vergangenheit bereit waren, die Lider zu schließen und den Kopf wegzudrehen. Johannes Furrer, der das Heimatland verließ, sinnierte über das Problem, wie das Heimweh nach "Bischem" geschmälert werden könnte.

Tanz und Gesang
Vor dem Motto des Geselligkeitsvereins, "Es Christkind trug schon Narrekapp, weil die Kampangne is so knapp" wurde getanzt und gesungen, dass die Narrenschar im Saal wiederholt veranlasste war, auf den Stühlen mitzufiebern. Jenny Brandl sang als Ernährungsexpertin über die "Fleisch-Ess-Lust", Altmeister Udo Schultheis und Bühnendebütantin Julia Conte durften dem stehenden Publikum Zugaben schenken. Die Tanzgruppe "Boom" baute akrobatisch Pyramiden, fünf Stockwerke hoch. Das Tanzballett "Die ESTRELLAS" zeigte eine dynamische Superhelden-Show und würde sich über neue Nachwuchskräfte freuen. Leidenschaft in jedem "Move", die bereits auswärts gebucht wird, begeisterte die Fastnachter. Das Männerballett schulterten die eigenen Mannen im Saal, bevor das Wikinger-Thema auf der Bühne dargestellt wurde. Das Damenballett beeindruckte nicht nur mit der überragenden Leistung als "Indianer" im Licht, sondern auch mit den Kreationen im Kostüm, Einzug, Bühnenbild, dem Aufbau, der Betreuung und der Technik. Abschlussgruppe und Finale-Begleitung war das Musikensemble "Worscht Bassders", das zum letzten Mal die Fastnachtsbühne rockte.

Eigengewächs
Die fidelen Brüder um Markus Hermann zeigten sich in den vergangenen Kampagnen wiederholt als Vorzeigeverein und Geheimtipp gleichermaßen. Statt teure Fremdredner zu engagieren, baut der Verein vorwiegend auf eigene Künstler. Die Jugendarbeit ist vorbildlich und Unterstützung wird allzeit gewährleistet. Alle Akteure wurden von der eigenen Hauskapelle sekundiert. Das Bischemer Narrenvolk quittierte das Unterfangen "Fidele Brüder" mit vollen Sälen, Klatsch-Raketen, Bischemer-Liedgut und megastarker Stimmung.