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Singen, Feiern, Lachen - soll Spaß und Freude machen

Laubenheimer Kerb im Park vom 8. bis 11. September

Von Thorsten Söchtig

Die Laubenheimer Kerb steht vor der Tür. Mit Freude und großem Einsatz werden heimische, engagierte Kräfte, darunter der Veranstalter, der Vereinsring Mainz-Laubenheim, das Fest begleiten. Vom 08. bis 11. September gehört der Park den Menschen, die den Genuss in Laubenheim suchen. Am Freitag beginnt um 19 Uhr die Kerb mit dem Fassbieranstich. Am Hammer befinden sich Nils Böttcher und Ortsvorsteher Gerhard Strotkötter. Am Abend rocken die Laubenheimer Gesangstalente den Park via Karaoke-Show. Am Samstag öffnet der Park um 16 Uhr die Tore. Gespräche und Getränke warten auf Gäste aus nah und fern. Anschließend darf das Tanzbein geschwungen und mit "Subway" gefeiert werden. Der Sonntag gehört dem ökumenischen Gottesdienst und der Kinderschar. Kirchgang um 10:30 Uhr sowie anschließenden Jazzfrühschoppen mit dem Laubenheimer Blasorchester für die Erwachsenen und endlose Unterhaltungsmöglichkeiten für die jüngsten Kerbe-Besucher, geboten von den Kinder- und Jugendeinrichtungen Laubenheims. Höhepunkt ist ein Kinder-Mitmach-Konzert mit Alex Schmeisser. Am Montag klingt das Fest um 18 Uhr aus. Ein Abend im Park, geruhsam und gediegen. Gäste können mit einem beliebigen Getränk in der Hand noch einmal die vergangenen Tage Revue passieren lassen und sich am geschmückten Park erfreuen. Zu erreichen ist die Kerb mit den Linien 61, 63, 64 sowie mit der RB 44.

Die Kerbe-Jugend
Zum Auftakt der Kerb am Freitag, den 08.September, um 19 Uhr, verlesen die Kerbe-Eltern Lena Ehnert und Steffen Frick die traditionellen Kerbegesetze. Mit diesem Akt gilt die Kerb offiziell als eröffnet. Rund 35 jugendliche Gefolgsleute sowie Kerbe-Oldies engagieren sich mit Stand und guter Laune. Das Motto in diesem Jahr lautet: "18 Jahre Kerbejugend - endlich voll(jährig)" und wurde auf die einheitlichen T-Shirts gedruckt. Bereits vor Beginn der Kerb liegt es in der Verantwortung der Jugend, den Kerbe-Baum zu schmücken und aufzustellen. Kräftige Arme und unterstützende "Hau-Ruck"-Rufer dürfen sich am Donnerstag, den 07. September, ab 17 Uhr im Park einfinden, um das Projekt " Stamm sucht Loch" zu unterstützen.

Erdbeerlimes zur Kerb
Neben Laubenheimer Qualitätsweinen wird der hausgemachte Erdbeerlimes ausgeschenkt. Erdbeerlimes zählt zu den fruchtigsten alkoholischen Getränken, die man sich vorstellen kann – kein Wunder, besteht es doch zum Großteil aus frischen Erdbeeren. Ein so schmackhaftes Getränk zischt im Sommer doppelt so gut und verwandelt das rote Obst in einen Gaumenkitzler. Die Kerbejugend kümmert sich hauptsächlich um die Verteilung und Auflösung der vorrätigen, tiefgekühlten Limes-Einheiten.

Historischer Leitfaden
Dieses traditionelle Fest findet alljährlich am zweiten September-Wochenende statt. Nach dem 2. Weltkrieg war der Juxplatz zunächst auf 150 Meter abgesperrt. Von der Oppenheimer Straße, ab W.-Leuschner-Straße bis zur alten B9, verlief die Kerbemeile. Karussell, Schiffschaukel, Schießbude und Süßwarenstand waren damals die Attraktionen für die Dorfjugend. Die Kerbe-Feiern fanden noch überwiegend in den Gaststätten statt, von denen es damals fast doppelt so viele wie heutzutage gab. Im ehemaligen „Winzerhaus“ (heute: Obstbau Schmitt) und im “Mainzer Hof“ fanden dabei gleichzeitig Tanzveranstaltungen statt. Mit wachsendem Verkehr war es um 1960 nicht mehr möglich, diese wichtige Straße in der Ortsmitte zu sperren. Die Kerb zog um auf das betonierte Areal, wo sich heute der Bahn-Parkplatz und der Wertstoffhof befinden. Damals gab es dann, speziell zur großen Freude der Laubenheimer Teenager, den ersten Autoscooter. Als dann später das Gelände von der Deutschen Bundesbahn benötigt wurde, musste man mit dem Volksfest nun in den Gemeindepark umziehen. Dort verkümmerte die Veranstaltung aufgrund der Konkurrenz der immer zahlreicher werdenden Weinfeste in der Region mehr und mehr. So beschlossen 1990 fünf Laubenheimer Vereinsvorsitzende („Arbeitskreis Kerb AKKerb“), eine Straßen-Kerb unter Mitwirkung von Ortsvereinen ins Leben zu rufen. Zwölf Vereine, Kreativgruppen und Schaustellergeschäfte boten ein abwechslungsreiches Bild, vom Marktplatz bis zum Park. Oldie-Konzerte im Innenhof der "Goldenen Ente" komplettierten das Angebot. Der Zuspruch war überwältigend. Doch nach und nach zogen sich viele Vereine wegen Personalmangel von der Kerbemeile zurück. Dadurch entstanden große Lücken und die Straße bot kein schönes und einheitliches Bild mehr. So wurde schweren Herzens beschlossen, die Kerb wieder an ihren alten Platz im Park zurück zu verlegen.

Kerbe-Poesie
Durch alle Zeiten hindurch war die Kerb ein besonderes Ereignis. Die Jüngsten lernen, wie spaßig es ist, eine weitere Zuckerwatte aus Omas Geldbeutel zu leiern oder spannende Kreise in der "Reitschul" zu drehen. Die Halbstarken zeigen ihre Muskeln und wollen die Mädchen irgendwie beeindrucken. Die Mädels laufen immer in der Herde herum, nie alleine, und eilen zu scheinbar sehr wichtigen Treffpunkten, um noch wichtigere Gespräche unter vorgehaltener Hand oder mit dem Handy zu führen. Die Erwachsenen sitzen gemütlich zusammen. Es wird geredet, geplant und das Kebe-Leben genossen. Die Senioren hüten die Kinder und stehen für den Fall bereit, dass ein guter Freund oder Verwandter, gezeichnet vom tiefen Blick ins Glas, abgeholt werden muss. Obwohl sich die Ereignisse auf der Kerb wiederholen, so entstehen jedes Jahr neue Erinnerungen für den Einzelnen.