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Sänger zelebrieren exzellentes Klangerlebnis

Evangelischer Singkreis: Gemeinschaftskonzert mit holländischem Chor

St. Stephan mit seinen Chagall-Fenstern stellt einen adäquaten Rahmen für große Sangeskunst
St. Stephan mit seinen Chagall-Fenstern stellt einen adäquaten Rahmen für große Sangeskunst
Foto: privat

Von Klaus Schmitt

LAUBENHEIM – Ein Konzert der besonderen Art zelebrierte der Singkreis der evangelischen Kirchengemeinde Laubenheim mit dem Chor SoliAmersfoort aus Holland, der sich gerade auf einer Konzertreise befand, in der Mainzer Kirche St. Stefan. Die holländischen Sangesfreunde aus der zweitgrößten Stadt der niederländischen Provinz waren mit 96 Sängerinnen und Sängern in Mainz angereist, um ihr Können zusammen mit den Laubenheimern unter Beweis zu stellen. Im atemberaubenden Blauschimmer der Chagall-Fenster der weltberühmten Mainzer Kirche trugen die Gäste aus den Niederlanden im Hauptteil des Konzerts die 1887 komponierte Messe D-Dur von Antonin Dvoràk vor. Zuvor erklangen vom Singkreis hymnengleich der Dankpsalm 100 „Jauchzet dem Herren alle Welt“ und aus Elias Op. 70 (der Geschichte des biblischen Propheten Elias) „Siehe der Hüter Israels“, beides von Felix-Mendelsohn-Bartoldy. Dieses Opus, das 1846 in Birmingham uraufgeführt wurde, zählt zu den Hauptwerken des zu den bedeutendsten Musikern der Romantik zählenden Komponisten. Stimmungsvoll, dynamisch und doch voller Gefühl erklang dann „La Nuit“ von Jean Philippe Rameau (1683-1764) abwechselnd mit Solostimmen und Chor. Kontrastierend folgte das „Magnificat“ von John Rutter (geb. 1945) mit schnellen Rhythmen und voller Dynamik, eine Herausforderung an Chor und Akustik. In den folgenden 45 Minuten wurde dann die Dvoràkmesse, gesungen vom SoliAmersfoort-Chor, zu einem exzellenten Klangerlebnis in St. Stefan. Zum Abschluss dieses eindrucksvollen Konzerts mischten sich die beiden Chöre zum gemeinsamen Vortrag von „Verleih uns Frieden gnädiglich“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy, „Pater Noster“ von Albert de Klerk und „Abendsegen“ aus Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck. Dies wurde eingeleitet von acht „Englein“ aus dem Singkreis und zweistimmig gesungen. Das Konzert stand unter der Leitung von Paul Falk (SoliAmersfoort) und Michael Christ, Dirigent des Singkreises. Die lange anhaltenden stehenden Ovationen aus der voll besetzten Kirche waren der Dank und die Belohnung für die weit über hundert Sängerinnen und Sänger. Für die Laubenheimer war das Konzert ein einmaliges Erlebnis.