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Rheinhessenrevue

Eine Zeitreise durch 200 Jahre

Autor, Regisseur und für alles zuständig: Johanns Schöller
Autor, Regisseur und für alles zuständig: Johanns Schöller
Der Chef mit seinem Ensemble
Der Chef mit seinem Ensemble

BODENHEIM – 1500 Zuschauer wird Johannes Schöller an zwei Abenden im Dezember (16. Und 17.) in der Guckenberg-Sporthalle in bewährter Weise mit seinem neuen Epos „Rheinhessen-Revue 1816 - 2016“ sicher wieder begeistern. Der Autor findet nach eigener Aussage „das 200-jährige Jubiläum Rheinhessens Anlass genug, die Ortsgeschichte Bodenheims in einer atemberaubenden Revue noch einmal auf die Bühne zu bringen“. Seit Ende Mai proben insgesamt 150 Schauspieler, Statisten, Solosänger, Chorsänger und die Band „Online“ für den großen Auftritt.

Einzelne Geschichten der vergangenen 200 Jahre aus Bodenheim und Rheinhessen, die Schöller gesammelt hat, werden auf der Bühne zu neuem Leben erweckt und chronologisch erzählt. So werden unter anderem berühmte Frauen und Männer aus Rheinhessen vorgestellt und es wird deren Geschichte erzählt. So die des in Oppenheim geborenen Johann Paul Wallot, der den Entwurf des zwischen 1884 und 1894 entstandenen Reichtags-Gebäudes in Berlin schuf. Gedacht wird auch der 1879 ebenfalls in Oppenheim geborenen Komponistin Johanna Senfter, die von 1908 bis 1910 die Kompositionsklasse des berühmten Komponisten und Dirigenten Max Reger am Königlichen Leipziger Konservatorium besuchte und die Reger als seine beste Schülerin bezeichnete.

Eine weitere Berühmtheit war die Mainzerin Hertha Hafer, aus deren „Patent für Zahnpflegemittel“ die Firma Blendax seit 1951 die Zahncrème „blend-a-med“ herstellt, die noch heute unter diesem Namen auf dem Markt ist. Berühmte historische Gebäude in Rheinhessen kommen ebenfalls zur Erwähnung. All dies wird nicht nur als trockene Information auf die Bühne gebracht. Manche Geschichten, deren Ausgang nicht eindeutig war, werden als lustige Episoden weiter erzählt. Lustig und authentisch ist laut Schöller beispielsweise die Geschichte der Bodenheimer Flurbereinigung. Neben den Schauspielern werden natürlich noch viele andere Helfer in verschiedenen Bereichen gebraucht. Eine Masken- und Requisitentruppe sowie eine „riesen Technik“ werden in diesem Jahr nötig sein.

Ein klassisches Bühnenbild wird es in diesem Jahr allerdings nicht geben sondern eine LED-Wand, auf der alte Fotos eingespielt werden, die dann als Kulisse dienen sollen. Dafür werden Bilder des schlimmen Hochwassers 1882/83 und von der ersten Dampflokomotive gezeigt. Auch Fotos von historischen Weinlesen werden die Revue optisch aufwerten. Die legendäre Geschichte einer Ingelheimer Weinpanscherin wird die Zuschauer sicher in Erstaunen versetzen. Daneben müssen viele Requisiten für das Stück erstellt werden: das „Hochwasserschiffsche“, ein Marktstand, an dem die Schinderhannes-Gespielin Julchen Blesius ihr Zeug feilbot. In drei Unterbrechungen des Stücks werden Schattentheater aufgeführt, in denen die bedeutendsten Erfindungen der Zeit präsentiert werden und vom Binger Mäuseturm, wo einst der böse Mainzer Erzbischof Hatto II wegen seiner Herzlosigkeit von tausenden Mäusen gefressen wurde.

Wie man sieht, werden also viele Geschichten das Publikum in Atem halten. Auch in diesem Jahr konnte sich Johann Schöller kaum vor mitspielwilligen Bewerbern retten. Sein Fazit nach einer bislang fünfmonatigen Vorbereitungszeit: „Es wird Zeit, dass es bald losgeht!“ Karten gibt es über www.theatour-bodenheim.de. Der Erlös der beiden Veranstaltungen geht in diesem Jahr an den von Dr. Gerhard Trabert 1998 gegründeten Verein „Armut und Gesundheit e.V.“

Text und Fotos: Klaus Schmitt