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Reihenweise närrische Stars in der Bütt

Frühschoppensitzung des Bodenheimer Carneval Vereins

Das BCV Ballett in Aktion
Das BCV Ballett in Aktion
Willi Steinbrech in voller Aktion
Willi Steinbrech in voller Aktion
Obermessdiener Andreas Schmitt - ob er in die Bütt' passt?
Obermessdiener Andreas Schmitt - ob er in die Bütt' passt?

Von Wolfgang Bohrmann

BODENHEIM – Man konnte meinen, auf einer der großen Sitzungen in der Mainzer Fastnacht zu sein. Bei der 3. Frühschoppensitzung des Bodenheimer Carneval Vereins (BCV) im Dolleskeller traten weithin bekannte Stars der Fastnachtsbühne gleich reihenweise auf. Das ist nur möglich, wenn man in der Szene so gut vernetzt ist wie der BCV.

Nach der traditionellen Vereidigung der Gäste durch Florian Kirch und der Begrüßung durch Rainer Dietz und Hermann Schütt vom Vereinsvorstand ging es mit Vollgas in den Vortragsreigen. Den Auftakt machte „Hobbes“ Hansi Greb, der von einer Reise nach Rom zusammen mit seiner Frau berichtete. Bei einer Audienz im Petersdom hatte er dem Papst seine Narrenkappe geschenkt, die der beim nächsten Gottesdienst dann versehentlich aufgesetzt hatte. Hobbes meinte aber, dass der Papst mit der Narrenkappe besser aussah als Trump mit seinem Iltis uff em Kopp.

Zwischen den Vorträgen unterhielt das BCV Ballett mit gekonnten Tanzeinlagen die Männer. Für jede Menge Stimmung sorgten mit einem Schlagerpotpourri Claudia Müller und Jan Schuba. Zum Titel „Aber bitte mit Sahne“ spritzte Müller einigen Gästen Sprühsahne in den Mund. Auch sie selbst musste schließlich dran glauben und bekam von Hermann Schütt gleich so viel Sahne verabreicht, dass ihr fast die Backen platzten.
Nachtwächter Adi Guckelsberger hatte vorausschauend seinen „Majestätsring“ mitgebracht, den er sich als neuer Sitzungspräsident des MCV auch gleich von Hermann Schütt küssen ließ. Aus der Wetterau kam Thomas Rau, besser bekannt als Olga Orange in den Dolleskeller, um mit seinem Travestievortrag für jede Menge Spaß zu sorgen. Olga trug ein lilafarbenes Kleid. „Das Kleid ist von Milka gesponsert. Dene is die Kuh verreckt“, erklärte Olga. Ciro Visone, der bekannte Pizzabäcker, sorgte ebenso für Lachsalven wie „de Begge Peder“ mit seiner Hausmeisternummer. In ihrem Vortrag meinte Woody Feldmann später: „Der bräucht‘ emol e paar neie Schuh unn des Esszimmer is ach net in Ordnung. Neulisch hot der mir en Kuss gebbe, do hat ich dann vier Woche Herpes.“

Harry Borgner konnte wie gewohnt mit seiner unglaublich variablen Stimme die Zuhörer begeistern und erntete entsprechend Beifall für seinen kombinierten Text- und Gesangsvortrag.

Auch der „Obermessdiener vom Meenzer Dom“ durfte natürlich nicht fehlen. Wie zu erwarten war, begann er seinen Auftritt damit, sich über die Bütt‘ zu beschweren, die jedes Jahr enger wird. Woran das nur liegt?

Da es ja eine Herrensitzung war, sorgte das Urgestein vom MCV, der mittlerweile neunzigjährige Willi Steinbrech, für Riesenspaß bei seiner Fangemeinde. Mit erstaunlich klarer Stimme für sein hohes Alter und ohne Texthänger lieferte er mit seinem schlüpfrigen Vortrag den Höhepunkt der Sitzung ab. Gekonnt vermied er dabei, die „nackten Wahrheiten“ direkt auszusprechen, was seinem Text zusätzliche Würze gab. Da kann man nur sagen: Hut ab! Zur Belohnung bekam Steinbrech als Wegzehrung seinen schon traditionellen Kümmerling.

Foto: Wolfgang Bohrmann