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"Orgel muss gepflegt und gewartet werden"

Benefizkonzert zugunsten der neuen Ebersheimer Pfeifenorgel

Hans-Roland Schneider (li.) und Wolfgang Thiel (re.) eröffnen das Konzert
Hans-Roland Schneider (li.) und Wolfgang Thiel (re.) eröffnen das Konzert Foto: Veronika Königer

Von Veronika Königer

EBERSHEIM – „Kommen Sie herein, noch ist freie Platzwahl“, begrüßt Pfarrer Klaus Wallrabenstein diejenigen, die sich am Sonntagabend des vierten Februars in die Kälte hinaus zum Evangelischen Gemeindezentrum in Ebersheim gewagt haben, um dort dem Benefizkonzert zugunsten der neuen Pfeifenorgel beizuwohnen. Um fünf Uhr abends soll das erste Stück gespielt werden, aber schon davor sind einige Töne zu hören, gemischt mit angeregten Gesprächen, bald ist auch die Platzwahl nicht mehr ganz so frei, rund 40 Besucher sitzen auf den im Kirchenraum aufgestellten Stuhlreihen. Die letzten Notenständer werden zurechtgerückt, die Instrumente bereitgelegt, pünktlich füllen Orgelklänge den Raum und lassen die Zuhörer verstummen. Kurz ist das einstimmende Vorspiel, dann erhebt sich Wolfgang Thiel, Organisator und einer der Musiker, um den Abend offiziell zu beginnen.

„Ich freue mich, dass sie gekommen sind, trotz des Wetters“, begrüßt er das Publikum zu dem „Konzert dieses Jahr für voriges Jahr“, wie er es ausdrückt. Die Benefizkonzerte des Orgelbauvereins haben schon Tradition, normalerweise findet jedes Jahr eines statt – nur 2017 habe es zu viele Termine gegeben, sodass das Musizieren auf den Anfang von 2018 verschoben worden sei. Auch weist er auf den eigentlichen Grund der Konzerte hin. Der Eintritt sei zwar frei, aber es werde um Spenden gebeten, denn: „Die Orgel ist gebaut, aber sie muss auch gepflegt und gewartet werden, und das ist immer sehr viel Arbeit und braucht die entsprechenden finanziellen Mittel!“

Um diese zusammenzusammeln, setzen sich nicht nur Ebersheimer an die Orgel, sondern auch weitere Instrumente und Musiker aus anderen Mainzer Stadtteilen wie Zornheim und Bretzenheim, sogar ein Wiesbadener, spielen auf. Und es ist dementsprechend, trotz einiger krankheitsbedingter Ausfälle, einiges geboten: Zu Beginn statuiert der Evangelische Kirchenchor Zornheim ein, durch die hallende Akustik des Kirchenraums sehr wirkungsvolles, musikalisches Exempel mit dem Lied „Drei schöne Dinge fein“, dem das darauffolgende klassische Violinen- und Klavierstück Mozarts in nichts nachsteht. Auch Gitarren und Blockflöten kommen zum Einsatz, dazwischen ist immer wieder die Orgel zu hören. Gegen Ende wird es eher volkstümlich mit der Zornheimer Stubenmusik: Sie haben neben Geigen auch eine Tuba und Ziehharmonikas mitgebracht, bringen das Publikum zum Wippen, bevor zum Abschluss noch einmal der Zornheimer Kirchenchor nach vorne tritt und ein letztes Lied zum Besten gibt. Der Applaus der Zuhörer ist groß, und auch Wolfgang Thiel ist sichtlich begeistert: „Ganz herzlichen Dank an Sie fürs Kommen, ganz herzlichen Dank an alle, die mitgewirkt haben“, strahlt er – und weist noch einmal auf die Spendensammlung hin, damit sich auch in Zukunft Musikfreunde an der Ebersheimer Pfeifenorgel erfreuen können.