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Närrische Stimmung im Kulturheim

WEISENAU – Tolle Kostüme, närrische Stimmung und ein ausverkauftes Kulturheim in Mainz-Weisenau - das waren am 3. Februar die Zutaten für eine großartige Fastnachtssitzung der Burggrafen-Garde.

Steffen Feldmann, der Sitzungspräsident, hatte auch noch an diesem Tag Geburtstag und „freute sich über die zahlreich erschienenen Gäste“. „Ich will mich ja nicht lumpen lassen, ich geb einen aus. Bringt mal einer eine Flasche Sekt mit 450 Röhrchen“, mit diesem Satz war das Eis bei der Sitzung gebrochen.

Beim Chef vom Protokoll, Markus Mehlinger, wurde die Kritik charmant in Reime verpackt. Merkle und Erdogan bekamen natürlich ihr Fett weg. „De Erdogan schnippt mit de Finger und es Merkelche tanzt“, so Mehlinger, ebenso der Ausspruch: „Preist sie ihn auch Demokrat, da hat sie wohl die Demokratie im Kadertraining bei der FdJ gelernt.“ Doch alles mit einem Augenzwinkern. Die Angst vor einer Rot-Rot-Grünen Koalition war dann auch Thema: „Wenn man sich Rot-Rot-Grün dann so betracht, dann ist des ganze Jahr lang Fassenacht.“ Neben der Weltpolitik mahnt Mehlinger auch, ab und zu auf seine Kinder zu hören und ihnen den Wunsch nach einer Eisenbahn zu erfüllen, denn wenn sie diese nicht bekommen, dann hat man das Problem wie in Mainz. „Die Eisebahn wird von Jahr zu Jahr größer.“ Do steht jetzt die deierst Elektrisch von ganz Rheinland-Pfalz.“ Seit über 20 Jahren nimmt nun Mehlinger die Welt und das Stadtgeschehen unter die Lupe und gibt die besten Anekdoten des Jahres als Protokoller zum Besten.

Die politische Lage wurde auch vom „Red Acteur“ beleuchtet. Rüdiger Schlesinger beleuchtete die Themen der Welt aus gesellschaftlicher und politischer Sicht. Hinsichtlich des neuen Präsidenten Donald Trump sagte er: „Es werden jetzt Untersuchungen angestellt, ob das Dauerblondieren schädliche Auswirkungen auf das Gehirn hat.“ Auch dass wir in Deutschland zwischen „zwei Egomanen sitzen, der eine dumm der andere dreist,“ sorgte für eine Lachsalve nach der anderen. Auch die Aussage das Putin, sollte er einmal Honig essen wollen, er natürlich die Bienen kaut, sorgte für tränende Augen.

Nicht so kritisch, dafür umso lustiger waren die „zwei Magier“, Rudi Lukas und Guido Heddergott, die selbsternannt berühmtesten Magier zwischen Finthen und Laubenum“. „Wir haben vieles kopiert und nie was erreicht.“ Den berühmtesten aller Zaubertricks beanspruchten die beiden allerdings für sich. Die verschwundene Socke in der Waschmaschine. „Den Trick haben wir erfunden und der wird jetzt weltweit von Siemens, Miele und AEG kopiert,“ so die Magier. Der Flughafen Hahn kam ebenfalls aufs Programm, denn es war ja nur ein Missverständnis. „Der Chinese dachte, ei wenn ich en Hahn kauf, nem ich auch noch gleich drei Hinkel mit.“

Marcel Ehrlich als Schoppenstecher hatte es sich auf die Fahne geschrieben, die Welt über die neue Verordnung der Lebensmittelauszeichnung aufzuklären. „Im Leberkäs is ka Leber, in Glasnudeln kein Glas und im Marmorkuchen sind bestimmt keine Steine drin. Wen man sich einen Seniorenteller bestellt, hat man auch kaan Rentner uff dem Teller liegen.“ Ein Wort richtete Ehrlich dann an die Verfasser: „Wer in einem Tofuschnitzel Fleisch vermutet, der hat ein ganz anderes Problem.“

Den Abschluss der Sitzung vor dem Finale bildete Woody Feldmann. Schon als sie auf die Bühne kam, standen die Besucher auf, denn ihr berühmtes Tupperdosenlied war wie immer der Renner. Auch hauchte sie dem Geburtagskind noch das Happy Birthday à la Marilyn Monroe ins Ohr. Ein Brüller.

Das Finale wurde von „Sound of Weisenau“ und allen Mitgliedern bestritten. Eine gelungene Sitzung, die der CCW im Kulturheim hingelegt hatte.

Mit dabei waren noch: Die Kapelle Peter Müller, das CCW-Nachwuchsballett, die Burg11en, Beate Dietz, das Gardeballett, die Mainzer Hofsänger, die Trommler des CCW, das Showballett, Paco und Paco und die Rumpelfüssler.

Text und Foto: Anke Stürmer