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Mit schauspielerischem Talent im Fluss entzückender Menschlichkeit

Veranstaltungsreihe "Laubenheimer Lesevergnügen" widmet sich Ephraim Kishon

Petra Beringer, Hansjörg Thomas, Klaus Schmitt
Petra Beringer, Hansjörg Thomas, Klaus Schmitt
Petra Beringer, Klaus Schmitt
Petra Beringer, Klaus Schmitt

Von Thorsten Söchtig

LAUBENHEIM - Die Veranstaltungsreihe "Laubenheimer Lesevergnügen" befindet sich bereits in der siebten Runde. Pro Jahr werden vier Termine im ev. Pfarrheim angeboten, die vom Laubenheimer Publikum auch mit großer Begeisterung angenommen werden. Die Lese-Events sind ökumenisch ausgerichtet, kosten keinen Eintritt und bieten hochwertige Unterhaltung, berichtet Sprecher Hansjörg Thomas. Spenden werden gerne angenommen und fließen in soziale Einrichtungen. Eine Gesamtsumme von 4500 Euro wurde unter anderem dem Frauenhaus, dem sozialen Arbeitskreis und der kath. Bibliothek zugeführt. Das Stammpublikum empfindet sich als Familie und freut sich, bei kleinen Gaumenfreuden und Getränken, abends mal nicht vor dem Fernseher verweilen zu müssen. Zusammen zu sein und in Gedanken den Schriftstellern, Autoren und Dichtern in ferne Länder zu folgen, lässt in dem kleinen Gemeindesaal kein Stuhl unbesetzt. Auch Ortsvorsteher Gerhard Strotkötter nutzte die Gelegenheit, die Lachmuskulatur zu trainieren.

Kishons Satiren
Petra Beringer und Klaus Schmitt lasen aus den Werken Kishons. Sie nutzen ihr schauspielerisches Talent, um den niedergeschriebenen Worten Leben einzuhauchen. Mal sachlich, mal emotional, mal laut, mal eher verhalten brachten die Vorleser das Publikum in nachvollziehbare Situationen, die teils das Alltagsleben widerspiegelten aber auch die einzigartige Gedankenwelt von Ephraim Kishon. Eine Reise des breiten Grinsens am "Sardinen-Wühltisch im Supermarkt", folgte lachenden Spitzen in der "Stehlampen-Allee im Flur" und mündete nach Luft schnappend im "Rumänischen Hörmuschel Inferno". Kurzgeschichten weisen oft einen unvorhersehbaren, humoristischen Höhepunkt auf, doch Kishons Zeilen beinhalten einen Fluss entzückender Menschlichkeiten, die im Publikum das immerwährende Schmunzeln hervorrufen. Satire, die sich nicht mit einem einzigen Höhepunkt begnügt. Hansjörg Thomas stellte in der Pause Ephraim Kishon in einer Kurzbiographie vor. 1959 wählte die New York Times das Werk "Drehen Sie sich um, Frau Lot" zum Buch des Monats und verhalf Kishon zu seinem internationalen Durchbruch. Dass aus seinem eigentlichen Vornamen "Ferenc" schließlich Ephraim wurde, ist nach wie vor ein unglücklicher, nachvollziehbarer Prozess, wenn Einreisende auf Zeitnot gesteuerte Beamte treffen und ist eher eine Anklage an das jeweilige Bildungssystem.

Unterhaltung "par excellence"
Das nächste Laubenheimer Lesevergnügen findet am 9. November um 19.30 Uhr im ev. Pfarrheim statt. Dann bereiten sich Claudia Presser, Matthias Keil und Jens Teschner darauf vor, das Publikum "meenzerisch" zu unterhalten. Getarnt als "MundArtisten" begleiten "Die Drei" humoristische Fallbeil-Situationen des Alltags naher und ferner Gefilde mit eigener Türspion-Philosophie.

Text und Fotos: Thorsten Söchtig