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Jahreskonzert der Sängervereinigung Laubenheim

Glanzvolle Darbietungen der beiden Chöre

Die Chöre mit den "Irischen Segenswünschen"
Die Chöre mit den "Irischen Segenswünschen"
Lena Reiter
Lena Reiter
Felix Leineweber
Felix Leineweber

LAUBENHEIM – „Tradition trifft Moderne“ war Titel und zugleich Programm des diesjährigen Chorkonzerts der beiden Chöre der SVL 1844/71. Die sorgfältig ausgewählten Lieder des Abends schlugen einen zeitlichen Bogen von den im 18. Jh. geborenen Komponisten Friedrich Silcher, Friedrich Wiedemann und Bernhard Weber bis zu denen der Neuzeit. Für großes Erschrecken sorgte die Mitteilung kurz vor Konzertbeginn, dass der musikalische Leiter und Dirigent Antonio Sarnjai akut erkrankt ist. Doch es gelang kurzfristig, zwei Chormitgliedern den Dirigentenstab zu übergeben. So dirigierte ihren heartChor mit großem Einfühlungsvermögen die Sopranistin Lena Reiter. Elegant und voller Hingabe führte sie ihren Chor durch sein geschmackvoll ausgesuchtes Programm. Glänzend und fast professionell brachte Felix Leineweber durch sein Dirigat den Männerchor zu Höchstleistungen. Der mittlerweile fünf Jahre alte gemischte heartChor gab als erste Probe seines Könnens Claude Francois‘ „Comme d’habitude“ zum Besten. Dieses Lied avancierte, von Paul Anka 1969 ins Englische übersetzt und von Frank Sinatra gesungen, als „My Way“, zum absoluten Welthit. Weiter glänzte der 32-köpfige Chor mit Adeles „Skyfall“, dem Super-Hit und Titellied aus dem gleichnamigen James-Bond-Film von 2012. Beim Gassenhauer „Live is life“ rockte der Chor das Auditorium und animierte zum Mitklatschen. Wachrüttelnd vorgetragen und sentimentale Erinnerungen weckend war das besinnliche „We are the world“ von Lionel Richie und Michael Jackson. Dieses Lied entstand 1985, um Geld für Opfer einer katastrophalen Hungersnot in Äthiopien zu sammeln. Das sakrale „Heaven is a wonderful place“ von Wolfgang Koperski und „Autumn Leaves“ aus der Feder Joseph Kosmas rundeten die bestens gelungene und von Beifall überschüttete Performance ab. Die 27 Herren des Männerchors überzeugten ebenfalls mit einem ausgewogenen Programm, das einer musikalischen Zeitreise gleichkam. Im ersten Auftritt klassisch und im zweiten modern begab sich der Chor auf eine Reise durch viele Länder und Jahrhunderte. Mit den Klassikern „Im Dorf, da geht die Glocke schon“ von Bernhard Weber, „Abends im Walde“ von Friedrich A. Kern, „Jauchzet dem Herrn“ von Friedrich Silcher und „Das Elternhaus“ von Friedrich Wiedemann bewies der Männcherchor wieder einmal seine Perfektion und Klasse und erzeugte eine sakrale Stimmung in dem prächtigen Gotteshaus. Auch neue Kompositionen beherrscht der vielsprachige Chor, so das italienisch vorgetragene Berglied „Das Tal in den Bergen“ von Bepi de Marzi. Auch der lateinische Choral „Domine, salvam fac Reginam Nostram“ („Herr, rette unsere Königin“) des Niederländers Adrianus Giesen fand höchste Anerkennung und verdienten Beifall. Peppiger und choreografisch gekonnt vorgetragener Höhepunkt des Männerchors war der Vortrag des „Hallelujah“ (Kobi Oshrat/Shimrit Orr), mit dem die Gruppe „Milk and Honey“ 1979 den ESC in Jerusalem gewann. Dabei konnte man eine große Bewegung und ein vielstimmiges Mitsingen der Besucher konstatieren. Zwischendurch erfreute Solist Rainer Zöller mit dem gefühlvoll vorgetragenen Billy Joel-Hit „Just the way you are“. Den gleichen großen, dankbaren Beifall rief auch Natacha Olbrichs rührende Lesung der prophetischen Geschichte „Der Ort, wo der Himmel die Erde berührt“ hervor. Mit langem, begeisterten Applaus wurden alle Beteiligten des Konzertabends nach den gemeinsam vorgetragenen „Irischen Segenswünschen“ sowie die am E-Piano einfühlsam begleitende Mirijam Gangluff aus dem voll besetzten Gotteshaus verabschiedet. Zum Schluss des Konzerts vermittelte Vorsitzender Nils Böttcher dem Publikum schon einen Vorgeschmack auf die vielen Veranstaltungen des 2019 stattfindenden 175-jährigen Jubiläums der SVL. Die gesammelten Spenden werden dem Laubenheimer Brotkorb zugutekommen.

Text: Klaus Schmitt
Fotos: KaJo