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Endlich: Traumjob für Becker-Theilig

Seniorenfastnacht lässt den Bodenheimer Dolles wackeln

Willi Steinbrech
Willi Steinbrech
Die Mireille Mathieus
Die Mireille Mathieus
Der "Büttenschieber"
Der "Büttenschieber"
Die "Alten Weiber"
Die "Alten Weiber"
Das BCV-Kinderballett
Das BCV-Kinderballett

BODENHEIM - (ks) Wenn im Dolles-Keller noch Stühle dazugestellt werden müssen und einige Zuschauer nur noch Tauf der Treppe Platz finden, dann ist Seniorenfastnacht in Bodenheim angesagt. Da ist sich auch Ortsbürgermeister Thomas Becker-Theilig nicht zu schade, als Büttenschieber zu fungieren. Die Stimmung im Auditorium war großartig, als das kurzweilige zweieinhalbstündige Programm über die kleine Bühne rauschte. Alle Facetten der traditionellen Fassenacht wurden aufgezeigt: Vorträge, Lieder und natürlich Balletts. Den Einmarsch zelebrierte standesgemäß die Schoppengarde mit gewohntem Können. Moderator Johannes Schöller ließ es sich nicht nehmen, in der Bütt darüber zu jammern, dass man ihn dreimal an der falschen Stelle operiert habe. Bärbel Selzer schilderte in drastischen Worten ihre Suche nach einem Mann. Der Supermann, den sie in einem urigen Lokal traf, entpuppte sich als Hypochonder. Erster optischer Glanzpunkt war das Kinderballett des BCV. Ein absolutes Highlight war der Vortrag des 89-jährigen Grandseigneur der Meenzer Fassenacht, Willi Steinbrech. Sein fulminanter Vortrag gipfelte in der Erkenntnis: „Es kimmt halt, wie es kimmt und mer duht, was mer kann!“ Dann fegten die „Alten Weiber“ (völlig unpassender Name!) als Cowgirls über die Bretter, schaurig startend mit dem Titelsong aus „Spiel mir das Lied vom Tod“. Doch John Denvers Gassenhauser „Country Roads“ brachte schnell die Stimmung wieder auf höchste Drehzahl. Bütten-Neuling Thomas Guichard stellte unaufgeregt und überzeugend fest „In 50 Jahren ist alles vorbei!“. Ein Knaller war die Persiflage der acht „Mireille Mathieus“ (6 Damen, 2 Herren), die in perfektem Outfit den 1971er Superhit „Akropolis adieu“ des "Spatz’ von Avignon" glänzend performten. Man konnte den Damen den riesigen Spaß ansehen, den sie bei dem Auftritt hatten. Das Damenballett des BCV war wieder einmal eine Augenweide. Toll, was die Mädels da auf die Bühne zauberten. Klaus Schmitts Hilfe bei der Renovierung der Wohnung beschränkte sich auf das Beobachten seiner Frau bei der Arbeit und das Holen einer großen Pizza. Beim langen Warten beim Italiener hatte er sich mit 45 Grappas total abgeschossen, wie er in seinem Vortrag - passend artikulationsunsicher - zu schildern wusste. Das Finale endete dann im gemeinsamen Singen der Mainzer Nationalhymne „Fassenacht in Meenz“ und entließ 150 vom Schunkeln und Singen müde, frohgelaunte Besucher in die närrische fünfte Jahreszeit.