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Eintracht Jahr für Jahr ist Tradition

Kerbe-Feeling der besonderen Art

Anstoß nach Anstich
Anstoß nach Anstich
Kerbejugend im Igeldress
Kerbejugend im Igeldress
Einzug der Dragoner
Einzug der Dragoner
Scheibenschießen an der Brausch
Scheibenschießen an der Brausch
Kerbejugend im Mittelpunkt
Kerbejugend im Mittelpunkt

Von Thorsten Söchtig

HECHTSHEIM - Umfangreiche Vorbereitungen und emsiges Treiben der Veranstalter im Vorfeld lassen es erahnen, dass ein weiteres Fest in den Startlöchern steht und darauf wartet, mit der Eröffnungsrede von Ortsvorsteher Franz Jung ins Rennen geschickt zu werden. Vom 1. bis 5. September warten die Kerbetage in Hechtsheim darauf, von Gästen aus der Region und aus weiter Ferne entdeckt zu werden. Die Eröffnung findet am Freitag um 19.30 Uhr statt, traditionell mit der Hechtsheimer Dragoner Garde und dem Fassbier-Anstich. Wenn die Winzerhöfe sich im schönsten Kleid präsentieren, Stühle und Bänke aufbauen und fleißige Hände in unzähligen Küchen kulinarische Köstlichkeiten vorbereiten, dann besticht die Hechtsheimer Kerb mit ihrem eigenen Charme und Zauber. Jeder Hof ist ein Kleinod, ein eigenes Universum für Weinkenner und Gesprächsliebhaber. Denn nur das Beste wird aufgetischt. Erlesene Tropfen der wohltuenden Qualitätsweine, gewachsen im Hang, gepflegt von erfahrenen Winzern, geboren in den Kelteranlagen, veredelt durch Raritäts-Rezepte und geschwenkt in Weingläsern, zielen darauf ab, den Gaumen zu erfreuen. Das Rahmenprogramm der Höfe kann sich sehen lassen, denn ohne Unterlass werden zahlreiche Bands und DJs aufgeboten, um die Kerb musikalisch zu einem besonderen Erlebnis zu machen. Der Karthäuserhof bietet eine überdachte Bühne für den Fall, dass das Wetter launig ist.

Auf der Brausch finden die "Kids" Fahrgeschäfte und zahlreiche Unterhaltungsmöglichkeiten. Der Pate von Hechtsheim, Aldo Sottile, erwies sich in den letzten Jahren als großzügiger Sponsor mehrerer Attraktionen, denn seine Liebe zur Kerb und zu Hechtsheim ist allgemein bekannt. Rustikale Gelüste werden mittels Bratwurst, Pommes und Co. gestillt und auch das eine oder andere Naschwerk wird sich in glücklichen Kinderaugen widerspiegeln. Der Kerbejahrgang 96/97 ist selbstverständlich mit dabei, denn das aktionsfreudige Jungvolk hat wiederkehrend etwas "in petto" und taucht begeisterungsfähig in die jeweilige Situation. Der Erlös aus dem Verkauf der Kerbezeitung sowie von Kaffee und Kuchen wird wohltätigen Zwecken zugeführt.

In vergangenen Jahren richtete die Stadtteilbücherei das beliebte Kerberätsel aus und regelmäßig ergaben sich Engpässe in der Grauelstraße, wenn die junge Horde am Sonntag, bewaffnet mit Block und Bleistift versuchte, die gestellten Aufgaben mit Feuereifer zu bewältigen. Es galt, Preise einzuheimsen und dafür ließen sich die Kinder kaum aufhalten. Alle Mittel wurden dafür eingesetzt, manchmal auch das Wissen der Eltern, Omas und Opas. Spaß steht an erster Stelle, denn alle Teilnehmer sind nur einmal jung. Für die volljährigen Gäste wird es in diesem Jahr zum ersten Mal den Vormittags-Frühschoppen am Sonntag geben und von 11 bis 13 Uhr findet sich die Musikgruppe "Sound of Weisenau" auf dem Lindenplatz ein, für ein Platzkonzert der preisgekrönten Musiker. Am Dienstag enden die Kerbetage mit dem Leberklöße-Essen, u.a. im Rebenhof, der oft so hoch frequentiert ist, dass sich eine Platzreservierung als lohnend erweisen könnte.
Kerb in Hechtsheim bedeutet, Hand in Hand über den Lindenplatz zu flanieren, sich mit Freunden und Nachbarn zu treffen, Gespräche und das Lachen zu suchen, sich an allem zu erfreuen, was das Leben lebenswert macht. Vereine bereiten gemeinsame Aktionen vor, putzen sich heraus, arbeiten ehrenamtlich viele Stunden vor, während und nach der Kerb, zeigen ihr Engagement für die Gemeinschaft und ihre Liebe zu Mainz-Hechtsheim. Die einen nennen es Heimat und alle nennen es "Hexem". In den Abendstunden beleuchtet die "ewig brennende" Lichterkette über den Häuptern der Besucher den Weg und bringt das Volk sicheren Schrittes nach Hause oder zum nächsten Treffpunkt. Die Kerb in Hechtsheim hat viele Gesichter und kleine Abenteuer warten an jeder Ecke auf Entdecker.

Fotos: Thorsten Söchtig