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Eine Hommage an Eugen Roth

Laubenheimer Lesevergnügen

Hansjörg und Dorothee Thomas, Claudia Presser, Helmut Mattes (v.l.)
Hansjörg und Dorothee Thomas, Claudia Presser, Helmut Mattes (v.l.)
Interessiert lauschendes Publikum
Interessiert lauschendes Publikum

LAUBENHEIM - 2011 gründeten Dr. Ellen Praß und Hansjörg Thomas das "Laubenheimer Lesevergnügen". Seitdem wurden 19 Veranstaltungen im evangelischen Gemeindezentrum veranstaltet. Mit ins Boot nahm man Claudia Presser, von deren Lesebegeisterung man aus anderen Veranstaltungen wusste. Auch deren Erfahrungen mit dem Lesen und den Laubenheimern sollten dabei hilfreich sein. Das Ansinnen war es von Anfang an, ökumenisch aufzutreten. Der Programmgestalter ist Hansjörg Thomas. Auch Gaby Tholl schloss sich dem Team an. Da sie und Dr. Praß dem evangelischen Kirchenvorstand angehören, dürfen die Räumlichkeiten im Pfarrheim kostenlos genutzt werden. Die Motivation der Gruppe ist es, Menschen unabhängig von ihrer Konfession mit leicht anspruchsvoller Literatur in das Gemeindezentrum zu locken und gleichzeitig ihre Lust am Lesen zu wecken. Es wird kein Eintritt erhoben. Anfallende Spenden werden jeweils sozialen Projekten des Stadtteils zur Verfügung gestellt.

An den Leseabenden wirken Freunde und Bekannte mit. Auch der ehemalige Mainzer Kulturdezernent Peter Krawietz und der legendäre Fassenachter Joe Ludwig unterstützten mit ihren Lesungen die Veranstalter. Einmal jährlich treten Claudia Presser, Matthias Keil und Jens Teschner mit Musik- und Textbeiträgen "rhoihessisch" auf. Rund 100 Besucher durchschnittlich besuchen die beliebten Abende. Unter anderem waren schon Wilhelm Busch, Kurt Tucholsky, Loriot, Erich Kästner, Joachim Ringelnatz und (natürlich) Carl Zuckmayer die Autoren der Lesungen. Aber auch Gotthold Ephraim Lessing und andere Lyriker wurden schon zu Gehör gebracht. Im letzten Jahr gedachte man anlässlich der 200-Jahr Feier Rheinhessens den rheinhessischen Literaten Heinrich Bechtolsheimer und Isaak Maus mit Lesungen aus ihren Werken. Die letzte Veranstaltung war nun Eugen Roth, dem deutschen Lyriker und populären Dichter meist humoristischer Verse, gewidmet. Mit seinen heiter-nachdenklichen „Ein Mensch“-Gedichten und Erzählungen gehört er zu den meistgelesenen Lyrikern im deutschsprachigen Raum. Die routinierten Vorleser Dorothee und Hansjörg Thomas, Claudia Presser und Helmut Mattes verstanden es vortrefflich, die Besucher ganz in den Bann von Roths Werken zu ziehen. Seine "Ein Mensch"- Gedichte sind teils ernst, heiter, ironisch aber auch nachdenklich. Helmut Mattes konnte daneben sogar mit zwei höchst amüsanten, fastnachtlichen Vorträgen begeistern und somit der fünften Jahreszeit seinen Tribut zollen. Nach zwei Stunden hatten die vier Protagonisten dem aufmerksam lauschenden Publikum einen interessanten und schönen Abend beschert. Sie bewiesen damit, dass sich nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene begeistern lassen, wenn ansprechende Texte gekonnt vorgelesen werden. Die nächte "Lesestunde" findet am 9. März um 19.30 Uhr im Gemeindezentrum statt. Ttiel: "Luther. Luther? Luther!"

Text und Fotos: Klaus Schmitt