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Eine hervorragende Idee: hohe Kunst des Boule-Spiels & Wein

Jeden 2. Sonntag im Monat, von Mai bis Oktober, wird sich auf dem Ebersheimer Dorfplatz getroffen

Die Agenda 2010 „Leben in Ebersheim“ hat auf dem Dorfplatz Boule ins Rollen gebracht
Die Agenda 2010 „Leben in Ebersheim“ hat auf dem Dorfplatz Boule ins Rollen gebracht
Foto: H. Berg

Von Henning Berg

EBERSHEIM – Wirft man sonntags gegen 16 Uhr einen Blick auf das kleine Gelände direkt rechts hinter der Kirche, so nimmt man eine rege Betriebsamkeit wahr. Das ist ungewöhnlich, denn sonntags ist in Ebersheim sonst fast überall alles ruhig. Die hohe Kunst des Boule-Spiels steht jetzt auf dem Plan und zahlreiche Ebersheimer Bürger treffen zusammen. Begleitet wird das Event diesmal von einer Weinverkostung des Weingutes von Jörg und Martina Eckert und am eigens eingerichteten Weinstand bedienen Vertreter der katholischen Jugend von der Teestube um die Ecke.

„Angefangen hat alles schon 2007. Mein Mann und ich wurden damals vom heutigen Ortsvorsteher Gill, einem Turnierspieler, zum Boule-Spielen gebracht. 2008 besuchten wir dann gemeinsam den VHS-Kurs „Boule auf Mainzer Plätzen“ und so kam es zu der Idee, in Ebersheim die Initiative zu ergreifen und einen eigenen Boule-Platz einzurichten. Vorzufinden waren seinerzeit nur ein alter, heruntergekommener Spielplatz und mit hässlichen Graffiti verschmierte Wände“, berichtet Maren Scheer, die Mitglied der Agenda 2010 „Leben in Ebersheim“ ist, die als der „Ebersheimer Verschönerungsverein“ Bekanntheit hat.

„Damals in 2007 wollten wir noch nicht glauben, dass sich hier eines Tages ein Platz fürs Boule-Spielen befinden könnte“, setzt sie hinzu, „aber Sie sehen ja selbst, wie schön es mittlerweile hier ist. Wir haben gemeinsam mit dem Ebersheimer Malermeister Bender die Wände der angrenzenden Mauern wieder hergerichtet und dann hat der hier im Ort ansässige Kunstverein „Indigo“ noch ein wunderbares Bild beigesteuert, das jetzt den Boule-Platz an der hinteren Wand ziert, außerdem haben wir den Boden des Geländes für das Boule-Spiel mit Split optimieren können.“

Der frühere Ortsvorsteher Helgi Schwedass unterstützte das Projekt maßgeblich in den rechtlichen Angelegenheiten. „Ohne Helgi wäre unser Projekt buchstäblich im Sande verlaufen und ohne Matthias Gill wären wir erst gar nicht auf die hervorragende Idee gekommen“, so Maren Scheer. Daneben waren es die Ebersheimer Landfrauen, die mit ihren finanziellen Spenden maßgeblich zur Realisierung des Projektes beitrugen.

Das Ebersheimer Treffen zu Boule und Wein hinter der Kirche hat sich in den vergangenen zehn Jahren fest etabliert. Jeden zweiten Sonntag von Mai bis Oktober ist immer was los. Jedesmal bestellt ein anderes ortsansässiges Weingut den eigens eingerichteten Weinstand. Herzlich willkommen ist jeder, dem die Kombination von Wein und Boule zusagt. „Wer nur zum Weintrinken kommen will, ist natürlich auch herzlich willkommen“, so Maren Scheer. „Boule und Wein sind eine gute Gelegenheit mit den Ebersheimern in Kontakt zu treten und sich auf einen Plausch einzulassen.“ Die Termine werden auch im Ebersheimer Schaufenster bekannt gegeben.

Die Agenda 2010 „Leben in Ebersheim“ hat als private Initiative noch viele andere Dinge in Ebersheim in Bewegung gebracht. So wurde schon vor zehn Jahren der Innendorfbereich mit Rosen geschmückt, die vor zahlreichen Häusern in den Asphalt gepflanzt wurden, wobei ein Schlagbohrer zum Einsatz kam. Ein zweites Beispiel: Im südlichen und nördlichen Teil von Ebersheim wurde ein kompletter Wanderweg mit neuen Bänken bestückt, der gerade jetzt wieder an Pfingsten für die Ebersheimer Weinwanderung genutzt wurde.