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Ein Jahrhunderte übergreifendes Programm

Die jungen Musiker kommen aus dem ganzen Rhein-Main-Gebiet
Die jungen Musiker kommen aus dem ganzen Rhein-Main-Gebiet
Die jungen Musiker kommen aus dem ganzen Rhein-Main-Gebiet
Foto: red

LAUBENHEIM - (ja) Ein Jahrhunderte übergreifendes Programm eröffnet die Konzertsaison 2018 des Kammermusikensembles Laubenheim (KAMEL). Mit Konzerten am letzten Aprilwochenende auf dem Mainzer Lerchenberg und in Mainz-Laubenheim lockt das KAMEL mit einem Ausflug in die Musik des 20. Jahrhunderts. Dabei stehen Kompositionen im Mittelpunkt, die sich intensiv mit dem Barock auseinandersetzen. Und welches Soloinstrument passt besser zur Rückbesinnung auf die Barockzeit als die Orgel? Tobias Keil - selbst KAMELer – lässt passend dazu die 2017 eingeweihte neue Orgel in Laubenheim erklingen. Auf dem Programm stehen neben dem weltberühmten Adagio in g-moll von Tomaso Albinoni, welches wohl aber 1958 vom italienischen Musikwissenschaftler Remo Giazzotto (1910-1998) zu Papier gebracht wurde, das Concerto für Orgel, Pauke und Streicher g-moll von Francis Poulenc (1899-1963), eine Hommage an J.S. Bach und die Bachiana brasileira Nr. 9 des brasilianischen Komponisten Heitor Villa-Lobos (1887-1959). Die Zuhörer erwarten moderne Klänge, verschmolzen mit barocker Kontrapunktik und Melodik bis hin zu südamerikanischer Folklore. Das Konzert findet am Sonntag, 29. April, um 17 Uhr in der Laubenheimer katholischen Kirche Mariae-Heimsuchung statt, Pfarrer-Goedecker-Straße 29.

Solist: Tobias Keil

Tobias Keil (Orgel) erhielt ersten Musikunterricht ab dem 5. Lebensjahr am Klavier bei Hedwig Keil. Mit dem 9. Lebensjahr kam Violinunterricht bei Anne Seitz dazu. Es folgten kammermusikalische Engagements in der Jugendband der kath. Pfarrei Mainz-Laubenheim und im Kammermusikensemble Laubenheim, dessen Gründungsmitglied er war. 2010 erhielt er erstmals Orgelunterricht bei Rolf Mayer und trat 2011 seine Tätigkeit als Organist der Pfarrgemeinde Mariae-Heimsuchung an. Parallel dazu begann eine Ausbildung zum Kirchenmusiker im Institut für Kirchenmusik in Mainz, an welchem er Orgelunterricht bei Krystian Skoczowski erhielt. Die Ausbildung schloss er 2015 mit dem C-Schein ab. Anfang 2016 übernahm Tobias Keil die Leitung des kath. Kirchenchores „Cäcilia 1936“ Laubenheim. Seit 2015 studiert er Rechtswissenschaften an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz.

Das Kammermusikensemble

Jung und gleichzeitig schon traditionsreich - was auf der einen Seite unvereinbar klingt, wird vom Kammermusikensemble Laubenheim jedoch perfekt verkörpert: Vier Grundschulfreunde aus Laubenheim gründeten 2006 im Alter zwischen acht und neun Jahren zusammen mit dem Kammermusiker Álvaro Camelo das Streichensemble der Privaten Musikschule Laubenheim. Drei Gründungsmitglieder und Álvaro Camelo als künstlerischer Leiter sind dem Ensemble bis heute treu geblieben.

Mittlerweile hat sich der Name des Ensembles geändert und die Anzahl der Musiker ist auf etwa 15 gestiegen. Aus dem ganzen Rhein-Main-Gebiet kommen nun die jungen Streicher im Alter zwischen 15 und 22 Jahren zu den wöchentlichen Freitagsproben nach Mainz-Laubenheim. Viele der Mitglieder sind Musikstudenten, spielen oder spielten in renommierten Jugendorchestern wie dem Landesjugendorchester Rheinland-Pfalz oder auch der Deutschen Streicherphilharmonie und dem Bundesjugendorchester, haben große Wettbewerbserfolge erzielen können oder in großen Konzerthäusern soliert. Andere wiederum sind gut ausgebildete Kirchenmusiker und Chorleiter oder gehen ihrem Instrument hobbyweise auf sehr hohem Niveau nach. Dabei bringen die einzelnen Mitglieder ihre vielseitigen Erfahrungen und Ideen mit, wodurch kammermusikalische Werke neu interpretiert oder Proben experimentell gestaltet werden. Die Philosophie des Streichorchesters ist, die Kammermusik mit jugendlichem Schwung zu verbinden. Dabei spielt es ohne Dirigenten, um die musikalische Gruppendynamik zu erhöhen.

Das Streichensemble kooperiert immer wieder mit Chören und sogar Bands. Zudem erweitert das KAMEL die Besetzung auch projektweise um weitere Instrumentengruppen und fungiert somit als Kammerorchester. Das Ensemble aus Mainz arbeitet außerdem regelmäßig mit jungen, hochkarätigen Solisten zusammen.

Seit nunmehr zehn Jahren bereichert das Kammermusikensemble das Kultur- und Konzertleben in Mainz und dem gesamten Rhein-Main-Gebiet. Über die regionalen Grenzen hinaus führten außerdem eine Konzertreise unter dem Motto „QuerdurchGER“ mit Konzerten in Berlin und auf Rügen sowie drei Konzertreisen nach Italien (2011, 2015 und 2017), bei denen das KAMEL u.a. in Verona, Venedig und Sirmione gastierte. 2017 konzertierte das Streichensemble zudem das erste Mal in Bayern in Prien am Chiemsee.