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Dunkle Schatten überm Pfarrhaus

Fidele Brüder spielen tolle Komödie

Die "Einsicht" des Domkapitulars
Die "Einsicht" des Domkapitulars

GAU-BISCHOFSHEIM – (ks) Eine mitreißende Komödie lieferte die Theatergruppe der „Fidelen Brüder“ an fünf Spielabenden im jeweils restlos ausverkauften Bürgerhaus ab. Zum Inhalt im Telegrammstil: Pfarrer Teufel (Bernd Wehrum) zockt, um mit dem Gewinn die Kirche zu renovieren. Dies gefällt seiner Haushälterin Hermine (Bärbel Malisius) überhaupt nicht. Auch der Küster (Mathias Böhm) macht bei den Glücksspielen mit, was seine Frau Emma (Katharina Wuttke) verdammt ärgert. Die wenig beliebte Pfarrgemeinderätin Elfriede Engel (Christine Engelhardt), deren Erscheinen im Pfarrhaus nicht gern gesehen ist, meckert ständig über jeden und alles. Sie möchte ihre Nichte Uschi (Alexandra Hermann) schnellstens ins Kloster bringen. Vorher soll sie aber beim Pfarrer ein Praktikum absolvieren. Dieser will zur weiteren Geldbeschaffung für seine Kirche, in die es schon hineinregnet, einige leer stehende Räume in der Pfarrei vermieten. Dafür hat er auch schon eine Anzeige aufgegeben. Als dann auch tatsächlich einige potenzielle Mieter auftauchen, bahnt sich ein Drama an: Der gestrenge Domkapitular Dr. Jüngling (Jürgen Furrer) will den örtlichen Gerüchten über das, was im Pfarrhaus alles abgeht, nachgehen. Große Aufregung herrscht nun im Pfarrhaus und Hermine muss sich bei den erscheinenden Mietaspiranten von einer Notlüge zur anderen hangeln. Siggi (Michael Knab) wird von Elfriede Engel für den Domkapitular gehalten und kassiert ungeniert einen großen Scheck für die Renovierung der Kirche. Die Aerobic-Trainerin (Alexandra Lasrich) legt erst mal den armen Dr. Jüngling aufs Kreuz. Auch die leicht bekloppte Handarbeitslehrerin Rosenfeld (Carmen Knab) trägt zur Erhöhung des allgemeinen Chaos bei. Ein großes Bedauern im Publikum lösten die unzähligen Kurz-Auftritte des schüchtern-devoten Hans Küster (Daniel Brandl) aus, dem es nicht gelingt, sein Vorhaben vorzutragen. Ständig wird er hinausgeschmissen. Mittlerweile ist es dem Domkapitular zu bunt und er will Pfarrer Teufel nach Nackenheim verbannen. Als er aber im total benebelten und von Hermine herbeigeführten Zustand eine unfassbar schlimme Predigt hält, die auf DVD aufgenommen wurde, bittet er auf Knien, diese nicht zu veröffentlichen. Da kommt ihm die Erleuchtung: "Der Pfarrer bleibt", was mit einem finalen „Dem Himmel sei Dank“ aufgenommen wird. Fazit: Eine spritzige Komödie, die von einem bestens aufgelegten Ensemble dargeboten und vom Publikum mit rauschendem Beifall belohnt wird. Das Zusammenspiel der verschiedenen Charaktere wurde von Regisseurin Maria Eifler mit leichter und sicherer Hand in Szene gesetzt.

Foto: Klaus Schmitt