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Der Tänzer mit den Flammenkugeln

Hörakustikmeister Georg Collofong tritt als „Feuerspieler“ auf

„Poi“ stammt aus der Sprache der Maori, Neuseelands Ureinwohner, und bedeutet Ball. Poi, so lautet auch der Plural, bestehen aus zwei (Leucht-) Körpern, die mit Griffen oder Fingerschlaufen durch je eine Kette oder ein Seil miteinander verbunden sind. Beim Spielen wird in jeder Hand ein Poi durch Ausnutzung der Zentrifugalkraft in möglichst abwechslungsreichen Kreisbahnen um den Körper geschwungen. Ziel ist es, die Flugbahnen beider Poi möglichst kunstvoll zu kombinieren. (Wikipedia)
Georg Collofong in/mit seinem Element: Mix aus Ästhetik und Jonglage
Georg Collofong in/mit seinem Element: Mix aus Ästhetik und Jonglage Foto: privat

Von Jo Atzbach

MAINZ - Man komme Georg Collofong bezüglich seines Hobbys ja nicht mit der ollen Kamelle „Wer mit dem Feuer spielt, verbrennt sich dabei die Finger“. Wenn es schon ein „feuriges“ Sprichwort sein muss, dann wenigstens eins, das den Nagel auf den Kopf trifft: „Feuer fängt mit Funken an“.

Was uns schnurstracks ins Jahr 2001 zurückbringt, nach Ko Pha-ngan, einer Insel im Golf von Thailand, wo Georg Collofong und seine damalige Freundin Julia, die inzwischen längst seine Ehefrau ist, ihren Urlaub verbrachten.

Eine Menge junger Leute aus der ganzen Welt, die man heute Backpacker nennt, trieben sich dort am Strand herum und irgendeiner von denen ließ eines wunderschönen Abends dann einen, an einer Kette befestigten Feuerball durch die Dunkelheit der tropischen Nacht wirbeln.

Und augenblicklich war’s um Georg Collofong geschehen. Oder, um auf das eingangs erwähnte Sprichwort zurückzukommen: Der Funke war übergesprungen.

„Ich hab‘ sofort gefragt, ob das schwer ist“, erinnert sich Collofong an den magischen Moment, „und hielt sofort darauf zum ersten Mal einen Feuer-Poi in der Hand.“

Zurück in der Heimat wurde via Google eine Frankfurter Feuer-Poi-Truppe ausfindig gemacht.

Zweimal pro Woche wurde sich ab Sommer 2002 am Sachsenhäuser Mainufer zum Üben getroffen, was auch stets mit einem kleinen Menschenauflauf verbunden war.

2003 folgte die erste Tanz-Performance der „Firedancer“ in einem Autokino: ein Mix aus Ästhetik und Jonglage in Verbindung mit dem faszinierenden Element Feuer. Gage gab es keine, dafür immerhin freien Eintritt zum nachfolgenden Film und freie Getränke. Mund-zu-Mund-Propaganda sorgte jedoch rasch dafür, dass sich die Dinge, Auftritt für Auftritt, immer professioneller entwickelten. „Trotzdem war es immer noch eine ungezwungene Fun-Geschichte“, blickt Collofong auf diese Zeit zurück.

2008 schließlich wurde die Entscheidung unausweichlich: ein Künstlerleben mit all seinen unwägbaren Aspekten oder …

Heute betreibt der Hörakustikmeister Georg Collofong im Mainzer Raum und darüber hinaus sechs Fachgeschäfte für Hörakustik. Feuer-Poi ist aber mehr als ein Hobby von ihm und Ehefrau Julia geblieben. Ihre 15-minütigen Shows als „Feuerspieler“ sind stark nachgefragter Höhepunkt bei Hochzeiten und Geburtstagen im gesamten Rhein-Main-Gebiet.

Übrigens: Die Feuer-Poi-Zukunft des Hauses Collofong ist schon gesichert. Mit Feuereifer bereits bei der Sache sind die siebenjährige Tochter und der vierjährige Sohn: Kinder-Pois machen es möglich. Somit trifft das finale Sprichwort dieses Artikels den Nagel (schon wieder) auf den Kopf: Bei Collofongs wird die Asche nicht bewahrt, sondern das Feuer weitergegeben.

Weitere Infos: www.feuerspieler.net