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Der Ball rollt....

Bundeskicker im Favoritenfeld der EM

VERBANDSGEMEINDE BODENHEIM - "Beau Jeu" - so heißt das runde Leder, dem seit dem zweiten Juniwochenende 16 europäische Fußball-Nationalteams in Frankreich hinterherjagen, um Europameister zu werden. Eröffnet wurde das Turnier am 10. Juni mit dem Spiel Frankreich gegen Rumänien im "Stade Saint Denis" bei Paris, dem größten der zehn Spielstätten (68000 Zuschauer), in dem auch am 10. Juli um 21.00 Uhr das Finale angepfiffen wird. Wir haben einmal ein bisschen in der Geschichte dieses Turniers gekramt.

1960: Das erste Turnier findet in Frankreich statt. Endspiel-Sieger wird die UdSSR mit einem 2:1-Sieg (i.V.).

1964: In Madrid schlagen die gastgebenden Spanier ebenfalls mit 2:1 die Meister von 1960.

1968: In Rom behalten die Italiener gegen Jugoslawien mit 2:0 die Oberhand.

1972: Das DFB-Team schlägt in Brüssel die UdSSR glatt mit 3:0.

1976: Das Endspiel endet tragisch für Helmut Schöns Mannen. Gegen die CSSR in Belgrad wird das Elfmeter-Schießen nach einem 2:2 Endstand verloren (Uli Hoeneß verschießt!).

1980: In Rom besiegt unsere Elf Belgien mit 2:1.

1984: Europameister werden in Paris die Franzosen mit einem 2:0 gegen Spanien.

1988: Bittere Enttäuschung für unsere Elf bei der Heim-EM: Das Aus kommt im Halbfinale. Turniersieger werden die Holländer mit 2:0 gegen die UdSSR.

1992: Überraschung in Göteborg. Für den DFB setzt es eine 1:2-Niederlage im Finale gegen den EM-Nachrücker und Außenseiter Dänemark.

1996: Im Londoner Wembley-Stadion wird die CSSR in der Verlängerung des Endspiels mit einem "Golden Goal" 2:1 bezwungen. Zweifacher Torschütze ist Oliver Bierhoff.

2000: Ein Turnier zum Vergessen! Mit nur einem Unentschieden (gegen Rumänien) und zwei Niederlagen (gegen England und Portugal) verabschieden wir uns sang- und klanglos nach der Vorrunde. Im Finale behalten die Spanier die Überhand über Italien.

2004: Auch dieses Turnier endet für die DFBler mit einem Fiasko: Nach zwei Unentschieden und einer Niederlage fliegt man aus dem Turnier raus. Sensations-Sieger werden die von Otto Rehhagel gecoachten Griechen, die das Endspiel in Lissabon gegen Gastgeber Portugal mit 1:0 sensationell gewinnen.

2008: Die deutsche Mannschaft steht endlich wieder mal im Finale, das jedoch gegen die damals übermächtigen Spanier mit 0:1 verloren geht.

2012: Drei Siege schlagen zum Anfang des Turniers zu Buche, das in der Ukraine und in Polen stattfindet. Im Halbfinale gibt es eine 1:2-Niederlage gegen die Italiener, die dann im Finale in Warschau mit 4:0 von den Spaniern abgewatscht werden.

So weit - so gut. Nun wollten wir wissen, wie die Ortsbürgermeister(in) der VG diesem große Sportereignis folgen und baten sie um eine Stellungnahme.

Hr. Becker-Theilig mit Sohn
Thomas Becker-Theilig mit Sohn

THOMAS BECKER-THEILIG (Bodenheim): "Die Gruppenspiele unserer Elf werde ich mir wohl im kleinen familiären Kreis und/oder mit Freunden anschauen. Ab der k.o-Runde werde ich von Mal zu Mal entscheiden, ob ich die Spiele in unserer Gemeinde (Straßenfest/Gaststätte) oder beim "public viewing" in Mainz verfolgen werde. Da ich jedoch bei meinem Sohn Maximilian noch einen gemeinsamen Fußballabend gut habe, könnte auch dies eine Option für uns Männer sein. Unsere Elf hat u.a. mit Polen einen unbequemen Gruppengegner erwischt. Da ist alles drin, zumal die Mannschaft noch nicht „im Tritt“ ist. Ich setze aber auf das Geschick von Jogi Löw und auf unseren Ruf als Turniermannschaft. Das Potential, bis ins Endspiel zu kommen, hat die Mannschaft. Am Schluss muss aber alles passen. Das Quäntchen Glück im richtigen Moment am richtigen Ort gehört auch dazu."

Patric Müller
Patric Müller

PATRIC MÜLLER (Gau-Bischofsheim): "Ich verfolge keine bestimmten Rituale, sondern setze auf Möglichkeiten, die sich spontan ergeben (public viewing, Einladung aus Freundes- oder Bekanntenkreis, Gruppenspiele auch mal alleine daheim). Keine Gaststätten!!! (Dort sind mir zu viele "Profis" unterwegs, die sich u. a. als professionelleren LÖWenanteil des DFB verstehen). Ich sehe unsere Mannschaft mit einer großen Chance, das Finale zu erreichen und dieses auch zu gewinnen. Die Spanier sind nach der verkorksten WM nicht zu unterschätzen, für das Triple bei der EM reicht es m. E. jedoch nicht aus. Ansonsten hoffe ich auf einen friedlichen und sportlich fairen Verlauf während der gesamten EM innerhalb und außerhalb der Stadien."

Andreas Hofreuter
Andreas Hofreuter

ANDREAS HOFREUTER (Harxheim): "Natürlich verfolge ich die EM. Momentan sieht es so aus, dass ich die Spiele zu Hause oder im Kreise von Bekannten schaue. Aber da bin ich offen, vielleicht ergeben sich auch noch andere Möglichkeiten. Ich bin jetzt nicht so sehr der „Fußballverückte“. Ich schaue meistens nur die Spiele, an denen Deutschland beteiligt ist und freue mich natürlich, wenn wir gewinnen. Die Spiele finden aber teilweise zu Zeiten statt, in denen ich noch beruflichen oder ehrenamtlichen Tätigkeiten nachgehe, denn auch diese Dinge müssen erledigt werden. Ich wünsche allen Fußballinteressierten viel Spaß bei den Spielen und dass wir die gesteckten Ziele erreichen."

Hr. Christ
Michael Christ

MICHAEL CHRIST (Lörzweiler): "Wo Wein ist, ist Kultur, ist Lebensqualität, ist Fußball! Hier in Rheinhessen kommen die Menschen gern zusammen und natürlich erst recht, wenn es obendrein einen derartigen Anlass, wie eine Fußball-EM gibt! Sport ist zwar nicht meine Lieblingsbeschäftigung, aber dennoch lass ich mir dieses Gemeinschaftserlebnis nicht entgehen. Mit anderen Fußballbegeisterten werde ich im Vereinsheim des FC Lörzweiler, um (hoffentlich) viele schöne Tore bibbern. Der Verein will ja endlich in diesem Jahr den überalterten Hartplatz gegen einen Kunstrasenplatz auszutauschen. Und im Vereinsheim des FC ist natürlich auch bei der EM „Alles auf Grün“! Wie alle Rheinhessen schätzen auch wir Lörzweiler das gesellige Beisammensein. Ich freu mich schon heute auf dieses aufregende Spektakel."

Fr. Grub
Margit Grub

MARGIT GRUB (Nackenheim): "Unsere Elf gehört für mich zum engen Kreis der Favoriten. Das Eröffnungsspiel am 10.6. habe ich mir beim 60. Geburtstags meines Bruders angesehen. Die weiteren Vorrundenspiele werde ich bei public viewing in Nackenheimer Gaststätten genießen, das Achtelfinale beim "Tag der offenen" Tür der Freiwliigen Feuerwehr Nackenheim, das Viertelfinale wahrscheinlich auf dem Lörzweiler Weinfest. Für das Halbfinale habe ich noch keinen Plan. Das Endspiel (sofern wir dies überhaupt erreichen, was ich hoffe!) werde ich nach dem Rheinschwimmen der DLRG Nackenheim verfolgen. Ich freue mich heute schon auf dieses tolle sportliche Event und die Übertragungen. Mit meinem Mann zusammen möchte ich eigentlich kein Match verfolgen, da unsere Meinungen über Fußball doch sehr konträr sind."

Text Klaus Schmitt
Fotos: privat